Intention

Im Rahmen der Umsetzung der europäischen Programme zum lebenslangen Lernen (LLL) soll eine Vergleichbarkeit der Bildungsgänge der Mitgliedsländer der europäischen Union gewährleistet werden. Hierzu wurden in den Prozessen von Kopenhagen und Bologna grundlegende Vorschläge und Richtlinien erarbeitet. Im Oktober 2007 wurde im Rahmen dieser Prozesse der Europäische Qualifikationsrahmen (EQF) zwischen den EU-Staaten in seiner grundlegenden Struktur vereinbart und verabschiedet.

Die Einordnung der Technikerqualifikation in den Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen ist vorrangiges Ziel, um das Niveau der beruflichen Aufstiegsfortbildung zum/r „Staatlich geprüften Techniker/in“ angemessen zu positionieren. Deshalb haben die Fachschulen für Technik einen Bundesarbeitskreis Fachschule für Technik (BAK FST) gebildet, der eine Plattform für alle Verantwortlichen in Technikerschulen, Technikakademien und Fachschulen für Technik an berufsbildenden Einrichtungen ist, auf der wichtige Aspekte der Weiterbildung diskutiert werden und das Weiterbildungsprofil im Berufsfeld geschärft wird. Die aktive Mitgestaltung des Deutschen Qualifikationsrahmens, durch eine sachgemäße Einordnung des Technikerabschlusses, somit die Stärkung des Berufsstandes der „Staatlich geprüften Techniker/innen“ und der beruflichen Aufstiegsfortbildung sowie deren Anerkennung steht im Fokus der Arbeit des BAK FST.

Der BAK Fachschule für Technik möchte bei der Einordnung der “Staatlich geprüften Techniker/innen” in das europäische Credit Transfer System eine aktive Rolle spielen, da die Technikerschulen entscheidende Impulse und Informationen sowie Erfahrungen liefern können. Die Durchlässigkeit der Bildungssysteme, die Anrechenbarkeit von Leistungen der Technikerabschlüsse und der Zugang zu weiterer hochschulischer Bildung soll vereinfacht bzw. ermöglicht werden.

Positionspapiere, in denen die Kompetenzen und Qualifikationen zur Beschreibung des Bildungsganges formuliert wurden, sollen den Sozialpartnern und Verbänden bei der Ausarbeitung und Umsetzung der europäischen Richtlinie als Grundlage dienen, die wesentlichen Aspekte in die Diskussion einfließen zu lassen. Die Kompetenzen und Qualifikationen eines/r „Staatlich geprüften Technikers/in” sind dabei das wesentliche Merkmal zur Beschreibung und Vergleichbarkeit mit anderen Studiengängen.

Der Bundesarbeitskreis versteht sich nicht als Organ oder Arbeitsgemeinschaft einer bestimmten Gruppe oder Partei. Es soll ganz bewusst eine Unabhängigkeit von Organisationen, Verbänden und Parteien bestehen und es ist auch nicht geplant dem BAK durch Gründung eines Vereins oder Verbandes einen Rahmen zu geben. Es soll sich ganz bewusst um eine Interessengemeinschaft derer handeln, die mit gleichartigen Problemen im Fachschulbereich (Technik) beschäftigt sind, die immer dann, wenn es notwendig ist, zusammen trifft. Eine Zusammenarbeit mit allen an der Stärkung der Technikerausbildung Interessierten wird unabhängig von Person und Institutionen angestrebt. Alle sind zur Mitarbeit eingeladen.

Um die Entwicklung einer anspruchsvollen Didaktik und die Stärkung eines qualifizierten technischen Weiterbildungsprofils, dessen Besonderheit im europäischen Kontext als solches auch wahrgenommen wird und Bestand hat, zu intensivieren, hat sich der Bundesarbeitskreis der Fachschule für Technik im März 2006 unter das Dach der Bundesarbeitsgemeinschaften für Berufsbildung in den Fachrichtungen Elektrotechnik, Informationstechnik, Metalltechnik und Kraftfahrzeugtechnik e.V. begeben.

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